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Susanne Blaffert hat in diesem Projekt, an dem noch fünf weitere PartnerInnen aus Ost und West beteiligt sind, die Aufgabe, sich speziell der Situation der Frauen, die überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit und Entwertung ihrer Fähigkeiten betroffen sind, anzunehmen. Nach umfangreichen
Gesprächen mit aktiven Frauen der Region ist sie derzeit vor allem in Wolfen Nord tätig, einem Stadtteil (ehemalige Wohnstadt für die Beschäftigten der Chemie- und Filmindustrie), in dem die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist und sich bei vielen Resignation und Zukunftsängste breit gemacht haben. In enger Zusammenarbeit mit Frauen aus dem Frauenkommunikationszentrum in Wolfen Nord wurden einige Workshops zur Frage durchgeführt, welche Perspektiven jenseits von Arbeitslosigkeit, ABM und festem Arbeitsplatz denkbar sein könnten. Es stellte sich heraus, daß die desolate wirtschaftliche Situation wenig zu Existenzgründungen ermutigt, die Perspektivensuche für die Frauen äußerst schwierig ist und persönliche Ängste, Unsicherheiten und Selbstzweifel bestehen. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, wie auf die psychisch schwer zu verkraftende und auf Dauer krankmachende Situation reagiert werden könnte. Mit PartnerInnen vor Ort, die mit dieser Problematik konfrontiert sind, wie Krankenkassen, Arbeitsamt, Ärzte, Gesundheitsamt, Sozialamt, Therapeuten, Schulen und Wirtschaftsförderung sollen Möglichkeiten gefunden werden, einer wachsenden Resignation, Lethargie und Hoffnungslosigkeit vorzubeugen und bei der individuellen Perspektivensuche, zur Stärkung von Selbstbewußtsein und Entwicklung von Eigeninitative zu unterstützen.
Mit der Idee eines "Gesundheits- und Orientierungshauses" sollen Diskussionen angeregt werden, wie Gesundheitsförderung, therapeutische und beratende Angebote, Perspektivenentwicklung und berufliche Orientierung miteinander verknüpft werden können.
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